Speedpilot
- 7.00 Bewertungen
- 4,5
- Entwickler
- Filippo-Software
- Veröffentlicht
- 12.02.2016
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Bei einer Gleichmäßigkeitsrallye zählt nicht der spektakuläre Sprint, sondern die Fähigkeit, ein vorgegebenes Tempo möglichst ruhig und genau zu halten. Genau dafür ist Speedpilot gedacht. Ich habe die App als Werkzeug für klassische und sportliche Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallyes betrachtet und dabei vor allem darauf geachtet, wie verständlich sie sich während einer Fahrt bedienen lässt. Mein Eindruck: Sie richtet sich klar an Menschen, die eine konzentrierte Rallye-Hilfe suchen, nicht an Nutzer, die eine allgemeine Trainings- oder Fitness-App erwarten.
Die Anwendung kommt von Filippo-Software und ist kostenlos erhältlich. Im Sportbereich ist sie eine eher spezielle Lösung, denn ihr Zweck liegt nicht in Trainingsplänen, Streckenaufzeichnung oder Ergebnislisten, sondern in der Unterstützung bei einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 aus 84 Bewertungen und mehr als 10.000 Installationen hat sie eine überschaubare, aber erkennbare Nutzerbasis. Das passt zu einem Nischenwerkzeug, das vor allem für Oldtimer- und Rallye-Fans interessant ist.
Lesbarkeit und Navigation während der Rallye
Die wichtigste Frage bei einer solchen App lautet für mich nicht, ob sie viele Menüs besitzt, sondern ob ich sie unter Zeitdruck schnell genug verstehe. Während einer Rallye kann ich nicht lange auf kleine Schaltflächen schauen oder mich durch verschachtelte Einstellungen arbeiten. Der Nutzen von Speedpilot steht und fällt deshalb damit, dass die Anzeige während der Fahrt direkt erfassbar bleibt und die Vorbereitung nicht unnötig kompliziert wirkt.
Auf einem ausreichend großen Smartphone lässt sich die Anzeige grundsätzlich besser lesen als auf einem sehr kleinen Gerät. Das ist kein nebensächlicher Punkt: Ein Fahrer sollte den Blick möglichst kurz vom Verkehr und vom Streckenverlauf abwenden. Ich würde deshalb vor dem Start prüfen, ob das Telefon fest und gut sichtbar montiert ist, ob Reflexionen vermieden werden und ob die Darstellung auch bei wechselndem Tageslicht angenehm bleibt.
Für den Beifahrer ist die Situation günstiger. Er kann die App in Ruhe beobachten, Eingaben kontrollieren und dem Fahrer die relevanten Informationen ansagen. In diesem Rollenmodell liegt eine der größten Stärken des Programms. Der Beifahrer muss nicht ständig zwischen Papierunterlagen, einer separaten Stoppuhr und einer zusätzlichen Rechenhilfe wechseln. Ein einzelnes Gerät kann die Aufmerksamkeit bündeln.
Ich würde trotzdem nicht erst an der Startlinie herausfinden wollen, welche Anzeigegröße, Ausrichtung und Bedienlogik mir liegt. Eine kurze Übungsfahrt mit einem bekannten Ablauf ist sinnvoll. Dabei zeigt sich schnell, ob die Zahlen aus der normalen Sitzposition gut erkennbar sind und ob der Beifahrer Eingaben ohne lange Suche erreicht. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Sehschärfe ist dieser Test wichtiger als die bloße Installation.
Die App ist keine klassische Navigationsanwendung mit einer großen Kartenansicht, die mich automatisch durch jede Abbiegung führt. Wer eine visuelle Routenführung wie bei einer üblichen Navigations-App erwartet, wird sie wahrscheinlich falsch einordnen. Speedpilot ist vielmehr auf die besondere Logik einer Gleichmäßigkeitsrallye zugeschnitten. Das macht sie im passenden Einsatz präziser, aber außerhalb dieses Einsatzes deutlich weniger vielseitig.
Eine sinnvolle Vorbereitung für den Beifahrer
In meinem bevorzugten Arbeitsablauf würde ich die Rallye nicht mit spontanen Eingaben beginnen. Zuerst würde ich das Smartphone laden, die Halterung befestigen und gemeinsam mit dem Fahrer klären, wer welche Informationen beobachtet. Danach würde ich die relevanten Werte in Ruhe prüfen und eine kurze Probe unter realistischen Bedingungen durchführen. So lässt sich feststellen, ob die Bedienung mit einer Hand, mit Handschuhen oder aus einer seitlichen Sitzposition praktikabel ist.
Ein nützlicher, nicht sofort offensichtlicher Vorteil einer spezialisierten App liegt darin, dass sie die Aufmerksamkeit auf die Gleichmäßigkeit lenkt. Bei einer Papierlösung muss der Beifahrer häufig selbst rechnen, Zwischenzeiten vergleichen und die Anzeige einer Stoppuhr interpretieren. Das kann funktionieren, verlangt aber mehr Kopfarbeit. Speedpilot kann diesen Ablauf strukturieren, sofern die Eingaben vorher sauber vorbereitet wurden.
Genau hier liegt aber auch ein Trade-off: Die App nimmt dem Team nicht automatisch jede Denkarbeit ab. Ein unklarer Startwert, ein falsch verstandener Abschnitt oder eine hektische Eingabe kann die weitere Nutzung erschweren. Ich würde daher vor jeder Veranstaltung eine feste Kontrollroutine verwenden: Werte laut vorlesen, gegenseitig bestätigen und erst danach losfahren. Diese einfache Gewohnheit ist bei einer digitalen Lösung mindestens so wichtig wie bei einem Papierbordbuch.
Motorische und sensorische Anforderungen
Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik ist entscheidend, wie viele präzise Berührungen während der Fahrt nötig sind. Jede Eingabe, die der Beifahrer während einer Kurve oder auf unruhiger Straße machen muss, kann zur Belastung werden. Mein Rat wäre deshalb, möglichst viel vor dem Start einzurichten und die laufende Bedienung auf wenige, gut eingeübte Handgriffe zu beschränken.
Wer Schwierigkeiten mit kleinen Bedienelementen hat, sollte besonders auf die Größe des verwendeten Geräts und die Position der Halterung achten. Ein Smartphone, das zu weit entfernt steht, macht selbst eine gut lesbare Anzeige anstrengend. Ein Gerät, das zu nah oder ungünstig angewinkelt ist, kann dagegen den Blickweg verlängern und Spiegelungen verstärken. Die App kann diese körperlichen Bedingungen nicht ausgleichen; die Montage wird damit zu einem Teil der Bedienbarkeit.
Auch die Nutzung mit Handschuhen verdient Aufmerksamkeit. Während einer Oldtimer-Rallye können dicke oder rutschige Handschuhe die zuverlässige Eingabe erschweren. Ich würde nicht voraussetzen, dass jede Berührung sofort erkannt wird, sondern die wichtigsten Schritte vorher mit der tatsächlichen Kleidung ausprobieren. Falls Eingaben während der Fahrt unvermeidbar sind, sollte der Beifahrer die Aufgabe übernehmen und der Fahrer seine Hände vollständig am Lenkrad lassen.
Für Nutzer mit eingeschränktem Hörvermögen ist eine visuell verständliche Nutzung besonders wichtig. Ich würde mich nicht darauf verlassen, akustische Hinweise als einzige Orientierung zu verwenden, sondern die Anzeige regelmäßig kontrollieren und klare Ansagen im Team vereinbaren. Umgekehrt können Menschen, die visuelle Informationen langsamer verarbeiten, von einem festen gesprochenen Muster profitieren: Der Beifahrer liest die entscheidenden Werte in gleichbleibender Reihenfolge vor, statt spontan lange Erklärungen zu geben.
Bei Lichtempfindlichkeit oder schneller visueller Ermüdung sollte die App nicht direkt unter einer starken Reflexion oder neben einer blendenden Instrumentenbeleuchtung platziert werden. Ein matter Blickwinkel und eine ruhige, kontrastreiche Umgebung helfen mehr als hektisches Nachjustieren während der Prüfung. Ich würde die Darstellung außerdem bei Tageslicht und bei einer Fahrt im Schatten testen. Eine Anzeige, die in der Garage angenehm wirkt, kann im offenen Fahrzeug ganz anders aussehen.
Für welche Teams die Bedienung gut passt
Am besten passt Speedpilot zu einem eingespielten Fahrer-Beifahrer-Team, in dem der Beifahrer die digitale Kontrolle übernimmt. Das kann auch für Personen hilfreich sein, die sich mit kleinen, zeitkritischen Eingaben schwertun, solange die Vorbereitung gemeinsam erfolgt und die laufenden Aufgaben klar verteilt sind. Der Fahrer muss dann nicht gleichzeitig fahren, rechnen und auf ein Smartphone schauen.
Weniger geeignet ist die App für jemanden, der eine Rallye allein organisieren und während der Fahrt selbst alle Eingaben vornehmen möchte. Selbst wenn das technisch möglich wäre, halte ich es aus Sicherheits- und Konzentrationsgründen für den falschen Ansatz. Die Anwendung ersetzt keine verantwortungsvolle Aufgabenverteilung im Fahrzeug. Sie ist eine Unterstützung für den Ablauf, kein Freibrief für zusätzliche Ablenkung.
Auch für Menschen, die ausschließlich große Karten, Spracheingaben oder vollständig automatische Navigation benötigen, ist diese Lösung wahrscheinlich nicht die erste Wahl. Eine herkömmliche Navigations-App ist in unbekannten Städten oder bei spontanen Routenänderungen bequemer. Speedpilot spielt seine Stärke erst aus, wenn die Aufgabe nicht „Finde mein Ziel“, sondern „Halte die Rallye-Vorgabe möglichst gleichmäßig“ lautet.
Situationsgerechter Zugang im Oldtimer
Die Umgebung eines Oldtimers stellt andere Anforderungen als ein modernes Fahrzeug. Der Innenraum kann eng sein, die Ablageflächen können begrenzt sein und eine geeignete Smartphone-Halterung ist nicht immer selbstverständlich. Dazu kommen Vibrationen, wechselnde Lichtverhältnisse und die Tatsache, dass Fahrer und Beifahrer oft ohnehin mit Papierunterlagen oder Bordkarten arbeiten. Ich sehe Speedpilot deshalb nicht als isolierte App, sondern als Teil eines gesamten Arbeitsplatzes im Fahrzeug.
Eine gute Lösung beginnt mit der Positionierung. Der Beifahrer sollte das Gerät lesen können, ohne den Oberkörper stark zu drehen. Gleichzeitig darf die Halterung weder Sichtfelder noch Bedienelemente blockieren. Bei einem historischen Fahrzeug würde ich besonders vorsichtig befestigen und vorab prüfen, ob das Telefon bei stärkeren Bewegungen stabil bleibt. Ein herunterfallendes Gerät ist nicht nur ärgerlich, sondern kann die gesamte Konzentration des Teams stören.
Für eine Veranstaltung mit wechselnden Wetterbedingungen ist es sinnvoll, einen Plan für den Stromverbrauch zu haben. Die App ist zwar kostenlos, aber ein leeres Smartphone hilft im entscheidenden Moment nicht weiter. Ich würde das Gerät vollständig laden, ein passendes Ladekabel bereitlegen und die Kabelführung so wählen, dass sie weder Hände noch Papierunterlagen behindert. Das ist eine praktische Vorbereitung, die bei spezialisierten Rallye-Apps oft wichtiger ist als zusätzliche Funktionen.
Ein weiterer konkreter Arbeitsablauf betrifft den Wechsel zwischen App und Rallye-Unterlagen. Wenn der Beifahrer neben der digitalen Anzeige ein Roadbook lesen muss, sollte das Papier so liegen, dass die Hand nicht ständig über das Smartphone wandert. Eine feste Reihenfolge hilft: erst die Streckeninformation prüfen, dann die App kontrollieren, anschließend die Ansage machen. Dadurch werden unnötige Bewegungen reduziert und die Nutzung wird auch für Personen mit eingeschränkter Handbeweglichkeit übersichtlicher.
Bei einer kurzen Trainingsfahrt kann das Team außerdem herausfinden, ob die App allein genügt oder ob eine Papiernotiz als Rückfallebene sinnvoll ist. Ich halte eine solche Redundanz bei einer wichtigen Veranstaltung für vernünftig. Sie bedeutet nicht, dass Speedpilot unzuverlässig ist, sondern berücksichtigt, dass jedes Smartphone von Strom, Halterung und korrekter Bedienung abhängt. Wer bei einem Ausfall sofort ohne Orientierung wäre, hat seine digitale Lösung zu eng geplant.
Alltagsszenario: ein ruhiger Start statt hektischer Eingaben
Stell dir vor, du sitzt am frühen Morgen im Beifahrersitz eines klassischen Fahrzeugs. Der Fahrer konzentriert sich auf die Straße, während du die Unterlagen, das Smartphone und den Startablauf koordinierst. Statt erst während der ersten Prüfung zu suchen, öffnest du Speedpilot bereits vorher, kontrollierst die vorbereiteten Werte und sprichst mit dem Fahrer ab, welche Information du wann ansagst. Bei der Abfahrt bleibt deine Aufgabe dadurch klar: beobachten, vergleichen und rechtzeitig kommunizieren.
Dieses Szenario zeigt, wo die App einen echten Unterschied machen kann. Sie ist nicht deshalb hilfreich, weil sie den gesamten Rallyetag automatisiert, sondern weil sie einen wiederkehrenden Rechenschritt in einen kontrollierbaren digitalen Ablauf überführt. Für ein Team, das bisher zwischen Stoppuhr, Taschenrechner und handschriftlichen Notizen gewechselt hat, kann das übersichtlicher sein.
Es zeigt aber auch die Grenze. Wenn die Besatzung erst während der Fahrt herausfinden muss, was welcher Wert bedeutet, entsteht zusätzliche Belastung. Menschen mit Konzentrationsschwierigkeiten oder langsamerer Informationsverarbeitung profitieren besonders von einer vorher vereinbarten Sprache und einer festen Reihenfolge. Die App kann diese Struktur unterstützen, aber sie erstellt sie nicht automatisch für das Team.
Verbleibende Hürden und sinnvolle Alternativen
Die größte verbleibende Hürde ist die Abhängigkeit von einem kleinen mobilen Bildschirm in einer bewegten Umgebung. Selbst eine gut gedachte Anzeige bleibt schwieriger zu lesen als ein großer Ausdruck auf dem Schoß. Wer starke Sehprobleme hat, sollte vor der Nutzung klären, ob das Gerät in der eigenen Sitzposition ausreichend lesbar ist. Eine externe Vergrößerung, die das Bild verzerrt oder Reflexionen verstärkt, wäre für mich keine gute Lösung, wenn sie die Orientierung verschlechtert.
Auch die Bedienung über einen Touchscreen ist nicht für alle bequem. Zittern, eingeschränkte Fingerbeweglichkeit oder eine unruhige Fahrbahn können präzise Berührungen erschweren. In solchen Fällen würde ich die Aufgaben so weit wie möglich an den Beifahrer verlagern und die App nur nach einem realistischen Test einsetzen. Wer regelmäßig allein fährt oder keine Person für die Bedienung hat, fährt mit einer passiven Papierlösung möglicherweise entspannter.
Im Vergleich zu einer klassischen Stoppuhr- und Papierkombination bietet Speedpilot mehr digitale Ordnung, verlangt aber auch Vertrauen in das Smartphone und in die eigene Vorbereitung. Papier ist sofort sichtbar, unabhängig von Akku und Systemversion und oft leichter mit Notizen zu ergänzen. Dafür muss der Beifahrer mehr selbst rechnen und mehrere Informationsquellen gleichzeitig im Blick behalten. Welche Variante besser ist, hängt daher nicht nur von Technikvorlieben, sondern von der Arbeitsweise des Teams ab.
Eine allgemeine Navigations-App ist wiederum besser, wenn die Hauptaufgabe das Finden einer Adresse, das Umfahren von Staus oder die spontane Änderung einer Route ist. Sie kann eine Karte meist intuitiver darstellen und ist für alltägliche Fahrten vielseitiger. Für eine Gleichmäßigkeitsrallye kann sie jedoch zu allgemein sein, weil sie nicht auf den speziellen Rhythmus dieser Wettbewerbsform zugeschnitten ist. Speedpilot ist die umgekehrte Entscheidung: weniger universell, dafür näher am konkreten Rallyeablauf.
Die Anwendung läuft ab Android 7.0 und liegt aktuell in Version 7.14 vor. Für die meisten kompatiblen Geräte ist das keine außergewöhnlich hohe technische Hürde. Trotzdem würde ich vor einer Veranstaltung prüfen, ob das verwendete Smartphone die App sauber ausführt und ob nach einem System- oder Gerätewechsel alles weiterhin wie gewohnt aussieht. Ein älteres Gerät kann als fest montiertes Rallye-Telefon praktisch sein, sollte aber nicht erst am Veranstaltungstag getestet werden.
Die Altersfreigabe „USK ab 0 Jahren“ macht die App grundsätzlich unproblematisch für die Nutzung im Haushalt. Für die eigentliche Rallye ist das Alter aber weniger entscheidend als Erfahrung, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, die Aufgaben im Fahrzeug sicher zu verteilen. Ein jüngerer Beifahrer kann die Anzeige durchaus bedienen, wenn die Abläufe vorher geübt wurden; ein unerfahrener Erwachsener kann dagegen durch Zeitdruck ebenso schnell überfordert sein.
Speedpilot ist kostenlos, enthält aber bei der Abrechnung über Google Play In-App-Käufe zwischen 0,60 Euro und 26,99 Euro. Ich würde deshalb vor dem Kauf genau überlegen, welche Funktionen oder Erweiterungen im eigenen Ablauf wirklich gebraucht werden, und keine Zahlung spontan während der Rallye auslösen. Für eine faire Einschätzung sollte man die kostenlose Nutzung zunächst in einer Trainingssituation kennenlernen und erst danach entscheiden, ob zusätzliche Ausgaben den persönlichen Arbeitsablauf tatsächlich verbessern.
Mein inklusives Urteil für unterschiedliche Nutzer
Ich empfehle Speedpilot vor allem Teams, die regelmäßig an klassischen oder sportlichen Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallyes teilnehmen und eine digitale Unterstützung für den Beifahrer suchen. Die App ist besonders interessant, wenn ihr bisher mit mehreren Hilfsmitteln gearbeitet habt und einen konzentrierteren Ablauf möchtet. Ihre Stärke liegt nicht in einer spektakulären Oberfläche, sondern in der Spezialisierung auf eine Aufgabe, bei der gleichmäßiges Arbeiten wichtiger ist als allgemeine Vielseitigkeit.
Für unterschiedliche Fähigkeiten ist die App dann gut zugänglich, wenn die Umgebung mitgedacht wird: ein gut montiertes Gerät, ausreichend große Darstellung, klare Rollen, vorherige Übung und eine alternative Notiz- oder Papierlösung. Menschen mit motorischen Einschränkungen können profitieren, wenn sie nicht selbst während der Fahrt viele kleine Eingaben machen müssen. Menschen mit sensorischen Einschränkungen sollten die Lesbarkeit und die Verständigung im Team unter echten Licht- und Geräuschbedingungen testen.
Mein wichtigster Rat lautet: Beurteile nicht nur die App, sondern den kompletten Bedienplatz im Fahrzeug. Ein passender Blickwinkel, eine ruhige Ansage und eine klare Vorbereitung entscheiden stärker über den praktischen Erfolg als die bloße Installation. Wer diese Punkte ernst nimmt, kann aus der spezialisierten Ausrichtung viel herausholen.
Skippen würde ich Speedpilot, wenn du eine gewöhnliche Navigation, eine Sport-Tracking-App oder eine Lösung für spontane Alltagsfahrten suchst. Auch Solo-Fahrer und Menschen, die Touchscreen-Eingaben unter Bewegung schlecht bewältigen, sollten sich eher nach einer passiveren Alternative umsehen. Für sie kann eine Papierlösung oder ein anderes Werkzeug mit weniger laufender Interaktion besser passen.
Wenn du dagegen genau die Zielgruppe bist, für die die App entwickelt wurde, ist sie einen Versuch wert. Ich würde sie zunächst kostenlos in einer ruhigen Übungsfahrt einsetzen, die Anzeige aus der tatsächlichen Sitzposition prüfen und den Ablauf mit dem Beifahrer festlegen. Danach lässt sich realistisch entscheiden, ob die digitale Unterstützung den eigenen Rallyestil verbessert. Für mich ist Speedpilot kein universelles Muss, aber ein fokussiertes Werkzeug, das im richtigen Oldtimer-Team spürbar mehr Ordnung in die Gleichmäßigkeitsprüfung bringen kann.
Highlights
- Übersichtliche Anzeige von Geschwindigkeit und wichtigen Fahrdaten
- Warnt frühzeitig bei Überschreitung des eingestellten Tempolimits
- Funktioniert auch bei längeren Fahrten zuverlässig mit GPS
- Einfache Bedienung ohne lange Einarbeitungszeit
- Nützliche Ergänzung für Autofahrer
- Motorradfahrer und Radfahrer
Einschränkungen
- GPS-Abweichungen können die angezeigte Geschwindigkeit beeinflussen
- Dauerhafte Nutzung kann den Akku des Smartphones deutlich belasten
- Für genaue Warnungen müssen Standortdienste aktiviert bleiben
- Die App ersetzt keine Aufmerksamkeit und keine Verkehrszeichen vor Ort
- Funktionen können je nach Smartphone und Betriebssystem variieren
Häufig gestellte Fragen
Was ist Speedpilot und für wen eignet sich die App?
Speedpilot ist eine Navigations- und Geschwindigkeitsassistent-App, die dabei helfen soll, eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit beziehungsweise ein gewünschtes Tempo besser einzuhalten. Nach dem Start können Nutzer relevante Fahrdaten beobachten und ihre Fahrweise anpassen. Die Anwendung richtet sich vor allem an Autofahrer, die bei längeren Strecken, Fahrten mit Zeitvorgaben oder gleichmäßigem Tempo eine zusätzliche Orientierung wünschen.
Wie funktioniert Speedpilot während der Fahrt?
Speedpilot nutzt typischerweise GPS-Daten des Smartphones, um Position, Geschwindigkeit und den Verlauf der Fahrt zu erfassen. Daraus berechnet die App, ob man dem gewünschten Zeit- oder Geschwindigkeitsplan voraus oder hinterher ist. Vor der Nutzung sollte die Strecke beziehungsweise das Ziel korrekt eingerichtet werden. Eine stabile GPS-Verbindung und eine geeignete Smartphone-Halterung sind wichtig, damit die Informationen während der Fahrt gut ablesbar bleiben.
Benötigt Speedpilot eine Internetverbindung oder funktioniert die App offline?
Ob Speedpilot vollständig offline genutzt werden kann, hängt von der jeweiligen Version und den verfügbaren Funktionen ab. Für die laufende Geschwindigkeits- oder Zeitberechnung ist meist vor allem das GPS-Signal entscheidend, während Karten, Streckeninformationen oder bestimmte Zusatzdienste eine Internetverbindung benötigen können. Es empfiehlt sich daher, die App vor der Abfahrt zu öffnen, Berechtigungen zu prüfen und wichtige Streckendaten gegebenenfalls vorher bereitzustellen.
Welche Berechtigungen verlangt Speedpilot und warum sind sie notwendig?
Für die Kernfunktionen benötigt Speedpilot in der Regel Zugriff auf den Standort, damit Geschwindigkeit und Position während der Fahrt ermittelt werden können. Je nach Betriebssystem oder App-Version können außerdem Benachrichtigungen, Aktivität im Hintergrund oder der Zugriff auf bestimmte Geräteeinstellungen relevant sein. Nutzer sollten die angeforderten Berechtigungen aufmerksam prüfen. Werden Standortrechte verweigert oder stark eingeschränkt, können zentrale Funktionen ungenau arbeiten oder ausfallen.
Ist die Nutzung von Speedpilot während der Fahrt sicher und legal?
Speedpilot sollte ausschließlich als unterstützendes Anzeige- und Berechnungstool verwendet werden und ersetzt weder die Aufmerksamkeit des Fahrers noch die Verkehrsregeln. Das Smartphone muss sicher befestigt sein und darf nicht während der Fahrt in der Hand bedient werden. Einstellungen sollten vor dem Losfahren vorgenommen werden. Fahrer müssen jederzeit selbst auf Verkehr, Beschilderung und Geschwindigkeitsbegrenzungen achten, da GPS-Werte verzögert oder ungenau sein können.







